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Der Anfang

Das Bezirksklinikum Ansbach wurde am 28. Juni 1902 als "Kreisirrenanstalt Ansbach" eingeweiht. Bereits am 1. Mai 1902 waren die ersten dreißig Männer, am 2. Mai die ersten dreißig Frauen aufgenommen worden. Der erste Bauabschnitt umfasste die meisten Verwaltungs- und Versorgungsbauten sowie vier Pavillons für Patienten.

In den ersten Jahren wurden die Patienten auf dem Gelände der Anstalt zwar betreut, waren aber während des Tages mehr oder weniger sich selbst überlassen. Erst nach und nach wurde Beschäftigung als eine tagesstrukturierende Maßnahme therapeutisch genutzt und ausgebaut.

Die Anstalt lag außerhalb der Stadt. Alle zur Selbstversorgung nötigen Einrichtungen waren auf dem Gelände vorhanden. Dazu gehörten u. a. ein Gutshof zur Lebensmittelversorgung, Werkstätten für Reparaturen und zur Herstellung von Alltagsgegenständen sowie eine Wäscherei.

Pflegekräfte der Anstalt wohnten ebenfalls auf dem Gelände, meist sogar in separaten Zimmern auf den Stationen. Sie standen also Tag und Nacht als Bezugspersonen der Anstaltsbewohner zur Verfügung. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war es sogar üblich, dass der Anstaltsleiter der Heirat einer Pflegerin zustimmen musste, da diese als Verheiratete, nach damaliger Ansicht, nicht gleichzeitig ihre Tätigkeit in der gewohnten Form ausüben und eine Familie versorgen konnte.

Ab 1911 erfolgte die Umbenennung in "Heil- und Pflegeanstalt Ansbach", kurz "Hupfla" – ein Name, der bis heute bei der älteren Bevölkerung in Gebrauch ist.

Im Jahr 1917 wurde der zweite Bauabschnitt mit der Errichtung fünf weiterer Häuser abgeschlossen.

In den zwanziger Jahren wurde das Beschäftigungsangebot auf die Betätigung im Garten, auf dem Feld, in den Anlagen und in den Werkstätten ausgedehnt. Außerdem wurden mit den Patienten jahreszeitliche Feste wie Kirchweih, Maitanz und Weihnachtsfeier gefeiert, des Weiteren fanden Theater- und Kinovorführungen statt.